Service & Angebot

Gruppenpsychotherapie

Die Ges.f.P.V.T bietet seit 2011 Gruppenpsychotherapie in Tirol an.
Sie organisiert und betreut auch den Zuweisungsprozess.

Die Gruppen finden wöchentlich statt. An ihnen können sowohl Personen teilnehmen, die eine Anschlussbehandlung nach einem REHA–Aufenthalt suchen, als auch Personen, die das Gruppensetting einer Einzeltherapie vorziehen.

Die Sitzungen finden in den Räumlichkeiten der Stützpunkte für Gruppenpsychotherapie in Imst, Innsbruck, Kitzbühel, Kufstein, Lienz, Reutte und Schwaz statt.

Die Gruppen werden von erfahrenen (Gruppen–)Psychotherapeut*innen geleitet, die neben ihrer Praxistätigkeit auch für die Ges.f.P.V.T. tätig sind.

Die Ges.f.P.V.T. ist für Gruppenpsychotherapie Vertragspartnerin der ÖGK, BVAEB und SVS. Für dort Versicherte werden die Kosten der Teilnahme — neben einem allfälligen geringen Selbstbehalt — von der Sozialversicherung übernommen.

Interessenten bzw. Zuweiser melden sich zur Kontaktaufnahme bitte direkt bei der Hotline der psychosozialen Beratung
Mo. – Fr. 9.00 – 12.00 Uhr unter +43 512/31 20 31.

Download:
FOLDER Gruppenpsychotherapie Tirol

Zuschussregelung

Selbstzahlende PatientInnen (die Honorarhöhe ist direkt mit dem/der behandelnden Psychotherapeuten:in zu vereinbaren) können die Kosten für Psychotherapie auch über die sogenannte Zuschussregelung minimieren.

Dabei erhalten Sie vom jeweiligen Leistungsträger einen Zuschuss in stark unterschiedlicher Höhe: Für Versicherte der SVS werden €45,–, für jene der ÖGK €33,70,–, für jene der BVAEB €46,60,– und für Versicherte der KUF Tirol €65,– je psychotherapeutischer Arbeitseinheit (mindestens 50 Minuten) rückerstattet.

Für ÖGK– und KUF–Versicherte ist die Ges.f.P.V.T. vertraglich mit der fachlichen Begutachtung der Behandlungsanträge betraut.

Für die Zuschussregelung gilt wie für das Tiroler Modell die Voraussetzung einer „krankheitswertigen Störung“.

Um den Zuschuss zu erhalten, muss primär eine ärztliche Bestätigung (datiert vor der 2. Therapiesitzung) vom Patienten/der Patientin eingeholt werden. Diese ist in weiterer Folge mit der ersten saldierten Honorarnote beim Sozialversicherungsträger einzureichen. Bei KUF–Versicherten ist bei übrigens jeder weiteren Verlängerung eine erneute ärztliche Bestätigung beizubringen.

Ab der 10. Sitzung ist ein “Behandlungsantrag auf Kostenzuschuss wegen Inanspruchnahme einer(s) freiberuflich niedergelassenen Psychotherapeutin(en)“ (Antragsformular Z1) Voraussetzung. Mittels dieses Formulars stellt der/die behandelnde Psychotherapeut:in einen Antrag auf zuschussunterstützte Behandlung (Krankheitswertigkeit!) an die Ges.f.P.V.T., welche ihn anonymisiert begutachtet. Unsere Befürwortung einer unterstützten Behandlung wird dem Sozialversicherungsträger übermittelt, was dann die Auszahlung der Zuschüsse ermöglicht.

Die Antragsformulare für PsychotherapeutInnen (welche nicht über die PANDI–Plattform der Ges.f.P.V.T. kommunizieren können), Antragsleitfäden und Organisationsbedingungen, finden sich hier zum Download.

Downloads:
Z0 — Organisatorische Rahmenbedingungen
Z1 — Zuschussantrag ÖGK (10. – 40. Std.) Deckblatt & Antrag
Z2 — Zuschussantrag ÖGK erweitert (ab 40. Std.) Deckblatt
Z3 — Zuschussantrag ÖGK erweitert (ab 40. Std.) Antrag
Z4 — Zuschussantrag ÖGK Ergänzungsblatt (ab 160. Std.) Antrag
Z5 — Zuschußantrag KUF (10. – 40. Std.) Deckblatt & Antrag
Z6 — Zuschußantrag KUF erweitert (ab 40. Std.) Deckblatt
Z7 — Zuschußantrag KUF erweitert (ab 40. Std.) Antrag
Z8 — Zuschußantrag KUF Ergänzungsblatt (ab 160. Std.) Antrag

Peers–Projekt

Ins Gespräch mit Psychotherapie–Erfahrenen

Eine wichtige Erkenntnis aus der Arbeitstagung 2019 zum 25–jährigen Bestehen der Ges.f.P.V.T. führte zum interessanten Projekt „Psychotherapie–Peers“.

Ab sofort steht daraus für Menschen, die einer „Anwendung“ von Psychotherapie bei sich selbst ambivalent, mit Ängsten oder starken Vorbehalten gegenüber stehen, eine gute Möglichkeit zur Verfügung, sich mit einer Psychotherapieerfahrenen Person zu treffen.

Die Perspektive der eigenen Betroffenheit und die persönlichen Erfahrungen mit Psychotherapie „am eigenen Leib“ sollen mithelfen gute nächste Schritte zu wagen und zu setzen.

In den letzten beiden Jahren hat dazu eine Gruppe sogenannter „Psychotherapie–Peers“ an einem Ausbildungsprogramm teilgenommen, um dieser Aufgabe — für andere „Betroffene“ zum unmittelbaren Austausch zur Verfügung zu stehen — möglichst gut zu entsprechen.

So formulierte es Dr. Harald Meller in der Nachbetrachtung der von ihm geleiteten Arbeitstagung und des Peers–Ausbildungsprogramms: „Wir sind uns recht sicher: Aus Rückzug, Scham und Selbststigmatisierung, Psychotherapie in Anspruch genommen haben zu müssen, soll Selbstverständnis, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen entstehen, vielleicht auch ein wenig berechtigter Stolz: …ich habe nicht nur eine „Therapie“ hinter mir, sondern ich bin darüber hinaus mit einer Kulturtechnik vertraut geworden, einer besonderen und hilfreichen Art und Weise, mit mir selbst und den Menschen meines Lebens einen verträglicheren, besseren Umgang zu finden: aufmerksamer vielleicht, sensibler, vorsichtiger.

Auf das, was ich gelernt habe, darf ich stolz sein; und es ist schön, dass es andere gibt, mit denen ich das Teilen kann. Ja, und ich bin damit Teil einer Entwicklung, welche viele noch vor sich haben.“

Interessenten, für welche diese Möglichkeit hilfreich erscheint, melden sich einfach unter +43 512/31 20 31 oder senden ein mail an clearing@psychotherapie.tirol um das weitere Vorgehen zu besprechen und bei Interesse in weiterer Folge einen Peers–Kontakttermin zu vereinbaren.