Psychotherapie in Corona-Zeiten

Zur Frage der geeigneten Sicherheitsvorkehrungen nun, wo wir am Beginn einer „neuen Episode“ stehen, nämlich der Zeit „nach der ersten Welle und immer noch mit“ Corona…

Die äußerst lebhafte Beantwortung unserer Gesichtsschilder-Initiative hat uns natürlich sehr gefreut, die (sehr) wenigen kritischen Äußerungen blieben nicht unbemerkt. Das Folgende nun als vorläufig letzte inhaltliche Handreichung zum Sachverhalt – erstens ein Kommentar von unserer Seite (im speziellen, aber auch, unvermeidlich, im allgemeineren), zweitens die aktuelle legistische Situation, wie rezent (1.Mai 2020) „von oben“ kommuniziert, drittens der Versuch einer „conclusio“:

Ad 1) Infektion ist ein dynamisches Geschehen.

Es geht um die Person, die etwas absondert (was, wann, wieviel, wie, wo, wohin…), es geht um das Abgesonderte, das infektiöse Agens, das ausgeschiedene Virus, bereit für neuen Befall, z.B. in Atemluft, größeren und kleineren Tröpfchen – „Aerosol“, in Stuhl, Urin, Speichel, Blut, Tränenflüssigkeit, verschmiert auf der Haut, besonders an den Händen…, und es geht um die Person, welche „angesteckt“ wird, infiziert (Dynamiken der Menge des Aufgenommenen, der Frequenz der Exposition, der Akkumulation – Viruslast -, der aktuellen Abwehrlage der Person, bestehender Defizite entscheidend wirksamer körperlicher Subsysteme, unterschiedlicher altersspezifischer „Response“ auf das Eingedrungene, sehr unterschiedlicher klinischer Verläufe etc.)

In allen diesen drei dynamischen Perspektiven gibt es – aufgrund intensivster Anstrengungen weltweit zum Glück kleiner werdende – Wissens- und Verständnislücken, und dabei sprechen wir vom wissenschaftlichen Elitepersonal, nicht von Angelernten. Aufgrund dieser Lücken entstehen auch und sogar bei ausgewiesenen Fachleuten („Virologen“) divergierende Einschätzungen, jeweils solid begründet, aber eben in unterschiedlicher Betonung und Interpretation der lückenhaften Faktenlage. Wie üblich scheinen sich diejenigen, welche am tiefsten in die zu erforschenden Sachverhalte eingedrungen sind, am differenziertesten und vorsichtigsten zu äußern.

Eines jedenfalls scheint, übereinstimmend in wissenschaftlicher Sicht, klar zu sein: Corona ist potenziell sehr gefährlich, in mehrfacher Hinsicht (s.o.), und es sollte weder verharmlost noch unzulässig simplifiziert werden.

Es geht also insgesamt um die dynamische Reduktion dreier Parameter (Verbreiter, Übertragenes, Empfänger) in der berechtigten Annahme, die Wahrscheinlichkeit einer Infektion damit geringer oder sehr gering halten zu können…

Zum „Verbreitungs“-Schutz gehört – von beiden Seiten – absolute Präsentismus-Abstinenz (Präsentismus als (Fehl-)Haltung, krank, mit einschlägiger Symptomatik arbeiten oder „unter Leute“ zu gehen, oder eben zur Therapie), der berühmte „Mund-Nasenschutz“ (der aber, nach einiger Zeit, „durchfeuchtelt“, seine Wirkung verliert), der Gesichtsschild (besser), Atemschutzmasken – FFP1,2,3.

Zum „Übertragungs“-Schutz zählen die Körperhygiene, insbesondere das sorgfältige und kundige Händewaschen, alle oberflächendesinfizierenden Maßnahmen, der Verzicht auf jeglichen Körperkontakt, das Abstand-Halten (größere Tröpfchen fallen nach spätestens 1,5m zu Boden, kleinere bleiben in der Luft „stehen“, bilden einen Flüssigkeitsnebel, ein Aerosol, welches sich naturgemäß verdünnt), häufiges Lüften der Räume… gewöhnliche MNS-Masken sind keinesfalls aerosolsicher, das ist seit Anfang bekannt.
Ausreichend aerosolsicher sind nur FFP3-Atemschutzmasken (Definition 95% Retentionsfähigkeit, für Bartträger z.B. nicht geeignet, da luftdichter Verschluss zur vollen Funktion notwendig) in Kombination mit einer dicht schließenden Schutzbrille. Szenisch-psychotherapeutisch wohl kaum praktikabel, dann noch besser virtuell-telekommunikativ bleiben…

Zum „Empfänger“-Schutz zählt die persönliche Gesundheit, eine gute Funktion des Immunsystems, generelles, auch außerberufliches, Niedrighalten von Kontaminationswahrscheinlichkeiten (damit der summarischen abzuwehrenden Viruslast), theoretisch auch die Maximalvermummung mit FFP3-Maske und Schutzbrille, welche aber wie gesagt die Frage aufwirft, bis wann man noch von einer „psychotherapeutischen Szene i.e.S.“ sprechen kann, ähnlich der Situation bei Vollverschleierung…

Ad 2) Zur rechtlichen Klarstellung betreffend face shields

Bitte folgen Sie dem link zur Presseaussendung der apa-Presseagentur, in dem ministeriell klar gestellt wird, dass das Gesichtsvisier als Alternative zum Mund-Nasen-Schutz getragen werden darf: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200501_OTS0028/aschbacher-und-anschober-sowohl-gesichtsvisier-als-auch-mund-nasen-schutz-erlaubt.

Ad 3) Conclusio

Als Kompromiss zur Reduktion der Wahrscheinlichkeiten in den skizzierten Dimensionen, zur Verringerung des Restrisikos (welches sich niemals zur Gänze eliminieren lässt) und szenisch-psychotherapeutischer Handhabbarkeit, d.h. Aufrechterhalten der Begegnungsqualität, sahen und sehen wir als empfehlenswert:

  • für beide Seiten Gesichtsschilder, Klienten bringen das ihre mit, abschließende beidseitige Desinfektion des eigenen Schilds
  • Desinfektion aller üblichen Berührungspunkte (Türschnallen, Fauteuillehnen…) vor und nach der Sitzung, Reduktion derselben durch kluge Anleitung der KlientInnen
  • kein körperlicher Kontakt
  • Abstand am besten drei Meter
  • häufigeres Lüften der therapeutischen Räumlichkeit, z.B. nach 15 und 30min.

Darüber hinaus empfehlen wir im Zusammenhang und Umgang mit coronogenen oder coronazentrierten Stimmungen, Emotionen, Anschauungen und Diskursen:

  • Vertrauen auf den Grundsatz: „was wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich, was unwahrscheinlich, unwahrscheinlich…“ und Vermittlung desselben
  • Förderung der Selbstverantwortung als wesentliche Grundhaltung des psychotherapeutisch vermittelten Erkenntnisprozesses, auch hier angewandt
  • kritische Distanz zu allen vereinfachenden Welterklärungsformeln
  • es gibt keinen Weg „zurück“, weder im Großen noch im Kleinen, das Leben geht immer nur „vorwärts“.
  • wir können, kreativ und gemeinsam, das Zukünftige gestalten.
  • der Mensch ist ein soziales, sprachbegabtes, dialogisch orientiertes Wesen, kreativ und solidarisch-kommunikativ; anderslautende Menschenbilder sind bereits überholt.
  • wir können davon ausgehen, dass sich Lösungen auch für Fragen entwickeln werden, die wir jetzt noch nicht gut beantworten können – vorausgesetzt, wir bleiben in einer lebendigen Auseinandersetzung darüber.
  • wir müssen davon ausgehen, dass wir vor einer grundsätzlich neuen Situation stehen und dass sich (für uns alle) das Gefüge der Wirklichkeit unwiderruflich verändert hat. Die Klage um „Rückkehr zur Normalität“ ist (und war immer schon) die Abwehr der Einsicht in die Notwendigkeit einer Neuorientierung, eines Neubeginns.

Wir befinden uns – „pandemisch“, weltweit – in einer Neuorientierungsnotwendigkeit, welche zur Zeit (und wahrscheinlich noch länger) heftig abgewehrt wird. 

Die Differenzierung zwischen „Außenwelt“ (gesamtgesellschaftliches Umfeld) und „Innenwelt“ ist aufgrund der thematischen Parallelität aktuell erschwert, für einige, viele, fast unerträglich, prekär, akut… und effiziente Hilfe bei der Bewältigung dieser Differenzierung notwendiger denn je. Für uns alle ist „eine Welt zusammengebrochen“. Dennoch geht das Leben weiter. „Leben“ bedeutet aber miteinander „wirklich“ reden, sich austauschen und auseinandersetzen, Kreativität und Gemeinschaftlichkeit zu entwickeln. 

Psychotherapie ist eine soziokulturelle Errungenschaft, Fähigkeit wie Bereitschaft dazu stärken und entwickeln zu können. Wir als psychotherapeutische Personen sind – im Wesentlichen – gefragt. Die Psychotherapie kann in dieser besonderen Situation ihren besonderen Anteil am gesamtgesellschaftlichen Bewältigungsprozess leisten, wenn sie, die Psychotherapie, bei ihrem Kern, dem „Wesentlichen“, Ureigenen, bleibt – und entscheidende, ihr eigene Qualitäten nicht aufgibt oder vergisst: Einfühlungsvermögen, Zurückhaltung und Klugheit.

Diese „ureigene Zeit“ zwischen Menschen, wenn Wesentliches zur Sprache kommt, Empfunden-Gesprochenes mit Einfühlsam-Gehörtem eins wird – ergebnisneutral, fließend, nicht wertend, offen für Intuitives und Imaginatives – genau diese Kultur der „echten Zeit“ wird uns helfen, die anstehenden, abgründigen, scheinbar unlösbaren Fragen in gestaltendes und gemeinsames Handeln zu verwandeln.
Die Welt ist schon beinahe erstickt am alles überwuchernden ökonomischen „Sinn“ des Wachstums, der Beschleunigung, der Expansion und des Mehrwerts; und diese Krise, Zufall oder nicht, führt uns den Bankrott dieses Pseudo-Sinns (an dem wir, viele bewusst, andere halb-bewusst, schon gelitten haben) seltsam leise, aber unbeirrbar und klar, man ist versucht zu sagen „apokalyptisch“, vor Augen. Eine leise Apokalypse.

Wir sind gefordert, trotz eigener Betroffenheit (spätestens jetzt sind wir wirklich alle betroffen, wir waren es in Wahrheit schon vorher) dennoch unseren kleinen, aber wesentlichen Anteil an der Gestaltung des Zukünftigen beizutragen.

Die „Psychotherapie aus der Krise heraus“ unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt von derjenigen davor – nicht der grundlegenden Natur nach, aber einer nun nicht mehr zu verleugnenden Tatsächlichkeit geschuldet – , dass nämlich der vormals doch eher beim „Patienten/Klienten“ verbliebene, verortete… „Zusammenbruch der Welt“ unzweifelhaft eine gemeinschaftliche Erfahrung geworden ist, vielleicht in je individueller Ausprägung, Stärke oder Bedrohlichkeit, aber dennoch – es betrifft uns alle.
Die Herausforderung für gute Psychotherapie ist radikaler denn je. Die Selbstrettung der therapeutischen Person auf die „Sonnenseite des gelungenen und gelingenden Lebens“, von wo Licht auf die Schattenseite des Misslungenen und Misslingenden gespiegelt werden kann, ist endgültig obsolet geworden (sie, die Psychotherapie, hätte sich nie dieser Versuchung ergeben dürfen, aber das war immer schon leichter proklamiert als glaubhaft umgesetzt). Wir sind in Wirklichkeit Gefährten in der Bewältigung des Unfassbaren und Unzumutbaren. Es gibt keine schönen „tools“ (ohnehin only for fools?), keine glorreichen Techniken oder methodischen Spitzfindigkeiten dagegen, es sei denn fortgesetzte Selbsttäuschung und Täuschung des anderen, vielleicht in bester Absicht – „entschlossen-unbeirrbares Sackgässlertum“, wie es Aldous Huxley einmal treffend nannte.

Wir sind gleichermaßen Ausgesetzte, und wir dienen der einfühlsamen Begleitung dieses Ausgesetzt-Seins unter kluger Zurückhaltung des eigenen.
Die wichtigste Errungenschaft der Menschheit ist wohl unsere Fähigkeit, gemeinsame Wertigkeiten entwickeln zu können, diese zu symbolisieren und sie damit allgemein zugänglich werden zu lassen. So entstehen Identität und Zugehörigkeit, die Fähigkeit, für etwas Gemeinsames, Wertvolles, einzustehen, sich hinzustellen, einzusetzen – ja, zu kämpfen, wenn es notwendig wird, sich gemeinsam zu wehren.

Die Vorzukunft ist die eigentliche Zeit des Menschen…
Wir werden Wege gefunden haben, das alles zu bewältigen, und wir werden es geschafft haben, indem wir in Verbindung geblieben sind.

Harald Meller, Freitag, 8. Mai 2020

CORONA-ZEIT Sonntag, 29. März 2020

In der aktuellen Situation wird nun zunehmend die Frage nach der sinnvollen und adäquaten Gestaltung unserer psychotherapeutischen Versorgung brisanter. Der anfänglich erträglich-kurzfristige Erwartungshorizont hat sich vehement ausgedehnt – es geht nun nicht mehr um die Überbrückung von ein, zwei, drei Wochen wie am Beginn der Maßnahmen schonend in Aussicht gestellt. Wir wissen inzwischen, es werden Monate werden und wir werden uns persönlich und unser fachliches Handeln darauf einstellen müssen.

Die Gesellschaft für Psychotherapeutische Versorgung Tirols vertritt dazu die im Folgenden aufgelisteten Standpunkte. Grundsätzlich und differenzierend ist vorab festzuhalten, dass es sich um den Umgang mit sehr unterschiedlichen Sachverhalten handelt.
Oberflächliche Generalkonzepte im Gießkannensystem wie „fünf Stunden Psychotherapie für alle“ u.dgl. verbieten sich jedenfalls bei näherer Betrachtung.

1. Die realen Bedürfnisse der Patienten sind so professionell wie möglich zu erheben und haben im Mittelpunkt der Bemühungen zu stehen. Am Anfang steht das Erfassen der gegebenen Situation. Vor der Intervention steht die Analyse der Situation und die Abwägung des Erforderlichen.

2. Es ist zu unterscheiden zwischen situativ ausgelösten, „reaktiven“ Befindlichkeiten und Zustandsbildern auf der einen Seite, also prinzipiell „gesunder“ Reaktionen auf eine sehr schwierige Situation (Typ1) und die „Freilegung“ seit längerer Zeit bestehender intrapsychischer Konflikte, welche durch den aufwühlenden Gang der Dinge nicht mehr abgewehrt werden können, auf der anderen Seite (Typ2).

3. Die Vorgangsweisen bei akuten Belastungsreaktionen (Typ1) sind grundsätzlich andere wie bei tiefergreifenden psychischen Störungen (Typ2).

4. Davon abzugrenzen sind wiederum Personen, welche sich bereits in qualitätsgesicherter psychotherapeutischer Behandlung befinden, sei es in Einzel- oder Gruppenpsychotherapie, und welche nun einschränkungsbedingt unsicher geworden sind und Vorgehensfragen entwickeln (Typ3a, 3b).

5. Die Aufgabe und Funktion der psychotherapeutisch-interdisziplinären Differenzierung (=professionelles Erfassen des Gegebenen) ist ein Grundpfeiler und zentrales Qualitätsmerkmal der GesfPVT – wesentlicher Bestandteil bereits der initialen Beauftragung wie des nunmehr 26-jährigen fachlichen Handelns.

6. Seit nunmehr neun Jahren hat die GesfPVT zudem mit der tirolweiten Durchführung der Psychosozialen Beratung weiteres Know-how bezüglich der so zu nennenden „Psychotherapeutischen Triage“ (Entwicklung von zweckdienlichen und notwendigen Maßnahmen für Personen, welche mit der Fragestellung „Psychotherapie“ vorstellig werden) entwickeln können – welches in der gegebenen Situation nutzbringend verwendet werden kann.

7. Das System der Psychosozialen Beratung mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steht für die aktuell not-wendig werdenden differenzierenden Kontaktaufnahmen, Klärungsprozesse und Procedere-Entwicklungen selbstverständlich zur Verfügung. Die geschulten und sehr erfahrenen Kolleginnen und Kollegen können – ausgerüstet mit telekommunikativen Möglichkeiten – diese Beratungen und Clearingprozesse durchführen, vorerst in einem maximalen Gesamtausmaß von ca. 200 Stunden pro Woche.

8. Der Widmung des Tiroler Modells der Psychotherapeutischen Versorgung entsprechend sollte die weitere Betreuung allfällig beratener Personen in Kooperation mit anderen Beratungseinrichtungen je nach w.o. skizziertem Schwerpunkt  erfolgen, sinngemäß also Typ 2, 3a, 3b im Rahmen des Tiroler Modells unter Nutzung situationsadäquater telekommunikativer Mittel und Methoden.
Typ1-Belastungsreaktionen können hingegen gut z.B. durch Telefonseelsorge, aber auch und besonders durch Krisenintervision und Notfallpsychologie, Gewaltschutz, Männerberatung, Frauen helfen Frauen, klinische Psychologie, niedergelassene FachärztInnen für Psychiatrie, klinische Ambulanzen und Stationen etc. bewältigt werden, je nach kritischem Thema und Vehemenz des Zustandsbilds. Diese so zu benennende primäre (Akut-)Triage (Corona-Sorgen-Hotline) wird dann bei Bedarf in die sekundäre (Psychotherapeutische) Triage, unsere gemeinsam mit der ÖGK-T etablierte Psychosoziale Beratung, übergeleitet.

9. Unsere Erfahrungen zeigen tatsächlich, dass meist weniger als die Hälfte der zur psychotherapeutischen Triage vorstellig werdenden Personen sofort und notwendigerweise professionelle Psychotherapie i.e.S. benötigen.
Angesichts begrenzter allgemeiner Mittel und Ressourcen ist es weiterhin angebracht und sinnvoll, psychotherapeutische Behandlungen genau dort besonders – und dann aber zwingend – zu finanzieren: Immer dort, wo qualitätsvolle – und das heißt qualitätsgesicherte – Psychotherapie das notwendige und einzige Mittel der Wahl zur nachhaltigen Verbesserung des Zustandsbilds (einer krankheitswertigen seelischen Störung) darstellt.
Diese Zielsetzung vertreten wir mit äußerstem Nachdruck, fachlich wie persönlich.

10. Umfangreiche Erfahrungen der GesfPVT auch im technisch-kommunikativen Bereich legen nahe, telekommunikative Setting-Erweiterungen für Notfallsituationen zu fördern und damit die anspruchsvolle aktuelle Situation zukunftsweisend zu entschärfen. Wir verstehen uns diesbezüglich als Pioniere, Schrittmacher und Unterstützer. 

Präsidium der GesfPVT und Geschäftsführung sind in sehr enger Abstimmung bemüht, die schwierige Situation in angemessener Weise zu bewältigen. Unsere erste Priorität ist weiterhin die qualitativ hochwertige psychotherapeutische Versorgung unserer Klientinnen und Klienten in Tirol, die zweite die optimierte Unterstützung der im Tiroler Modell mitarbeitenden Kolleginnen und Kollegen.

Sonntag, 29. März 2020 12.30 Uhr

Maßnahmen zur Corona-Krise

Die aktuellen Maßnahmen der Österreichischen Bundesregierung zur Eindämmung des Corona-Virus in Österreich für die unmittelbar nächsten Tage und Wochen sind klar und eindeutig: Maximale Einschränkung direkter sozialer Kontakte auf allen Ebenen unserer Gesellschaft.

Wir alle sind jetzt gefordert diese Verantwortung für uns selbst und füreinander entschieden wahrzunehmen. Das heißt: Psychotherapeutische Sitzungen in den Praxen auszusetzen.

Für alle Patientinnen und Patienten, die sich in einer laufenden Psychotherapie im Tiroler Modell befinden, ist sichergestellt, dass das Kontakthalten über Telefon oder Videobasierte Internetkommunikation mit den behandelnden Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten möglich ist. In der Zeit der Corona-Krise können diese Leistungen auch abgerechnet werden kann.

Unsere Vertragspartner, die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) und die BVAEB haben dazu folgende Regelung, die ab Montag 16.3. gelten soll, für niedergelassene Gesundheitsberufe erlassen:

Telemedizinische Krankenbehandlung (Skype, Videokonferenz, Telefon) können soweit sie notwendig sind, wie eine in der Ordination erbrachte Leistung abgerechnet werden. Diese Regelung gilt für Ärzte, Hebammen, Psychotherapeuten und Psychologen.

Der Parteienverkehr in der Geschäftsstelle der Ges.f.P.V.T. und die Psychosozialen Beratungen werden ab sofort ausgesetzt.

ÖGK-Versicherte, die bereits einen Termin vereinbart haben, werden ab Montag früh telefonisch kontaktiert, um diese Termine zu verschieben.

Sonntag, 15. März 2020 11.30 Uhr

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